Dass die EU der wichtigste Exportmarkt für unsere Produkte und ein guter Zugang zum Europäischen Binnenmarkt für Schweizer Unternehmen zentral ist, ist gemeinhin bekannt. Avenir Suisse hat nun den genauen Einfluss der Bilateralen auf kantonaler Ebene analysiert.
Hier die wichtigsten und überraschendsten Ergebnisse der Studie:
 

  • Spitzenreiter ist Baselland. Heute fusst jeder zweite Arbeitsplatz in diesem Kanton auf den bilateralen Verträgen. Die Verknüpfung der Grenzregion mit dem europäischen Markt hat dank der bilateralen Verträge seit 2002 merklich zugenommen.
  • Die Grenzregionen profitieren auf Grund ihrer Lage stark vom Handel mit dem europäischen Ausland. Die exportierten Produkte variieren allerdings je nach Kanton. So sind es in Genf vor allem Schmuck und Uhren, während in der Waadt landwirtschaftliche Produkte und im Kanton Zürich Präzisionsinstrumente Exportschlager sind.
  • Aber nicht nur die Grenzregionen ziehen Vorteile aus dem Handel mit der EU. Auch in den Innerschweizer Kantonen Zug und Uri sind über 20 Prozent der Arbeitsplätze von den bilateralen Verträgen abhängig.
  • Neben dem Export von Fertigprodukten sind Schweizer Unternehmen heute auch Teil grenzüberschreitender Wertschöpfungsketten mit Zulieferern aus dem EU-Raum. Dies stellt ein weiterer Gewinn für die Schweizer Exportindustrie dar   zusätzlich zu den über 860‘000 Beschäftigten auf unserem Arbeitsmarkt, die direkt von den Bilateralen profitieren.

Der Einfluss der bilateralen Verträge als «Beschäftigungs-Katalysator» für die Schweizer Wirtschaft geht einher mit einer stärkeren Ausrichtung des Schweizer Exports auf viele verschiedene Absatzmärkte. So sind heute auch die USA und China wichtige Abnehmer von Schweizer Produkten und Dienstleistungen. Trotzdem: Im relativen Vergleich mit der engen Verflechtung der Schweiz mit Europa liegen diese neuen Märkte noch weit zurück.

Quelle: https://www.avenir-suisse.ch/auswirkungen-der-bilateralen-auf-die-beschaeftigung-in-der-schweiz/