Nach dem Abschluss des Studiums gilt es erste Berufserfahrungen zu sammeln. So auch für mich. Dabei war ein Praktikum im Ausland für mich, wie für viele andere auch, schon immer ganz oben auf der Wunschliste. Ein solches macht sich nicht nur gut im Lebenslauf und ermöglicht den Erwerb von professionellen Kompetenzen. Vielmehr ermöglicht so ein Praktikum auch, Freundschaften zu knüpfen, eine neue Kultur kennenzulernen und seine Sprachkenntnisse zu verbessern.

Dank des Personenfreizügigkeitsabkommens der Schweiz mit der EU können wir einfach im Ausland arbeiten. Vor dem Stellenantritt müssen weder komplizierte Visumsanträge ausgefüllt, noch um eine Aufenthaltsbewilligung gebangt werden. Schweizer Bürger haben das Privileg, sich wie Bürger aus EU Mitgliedstaaten frei bewegen zu können. So profitiere auch ich davon, dass ein Besuch in der Heimat fast so einfach ist wie die Reise von Zürich nach Bern. Ich muss weder am Zoll lange anstehen noch immer wieder meinen Pass aus der Tasche zupfen.

Seit dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative ist diese Freiheit allerdings in Gefahr. Die Beendigung des Freizügigkeitsabkommen würde den Zugang zum Europäischen Arbeitsmarkt einschränken. Die Schweiz würde wieder wie ein Drittland behandelt werden, was für uns alle mühsame und zeitaufwendige Verfahren zur Beantragung von Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung mitbringen würde. Ausserdem steht auch das wichtige Schengen-Abkommen zur Disposition. Ohne dieses müsste ich mich am Flughafen dann in die lange Schlange der „all passports“ einreihen. Alle diese Hürden würden bestimmt einige junge Menschen wie mich davon abhalten, sich im Ausland zu bewerben. Ich jedenfalls will mir diese Mobilität und die damit verbundenen Chancen nicht nehmen lassen!