Bis ins 19. Jahrhundert galt die Schweiz als Armenhaus Europas. Doch dann wurde aus dem bäuerlich geprägten Land eine der frühesten und bis heute führenden Industrienationen. Ab 1820 begannen die ersten Unternehmer mit der industriellen Verarbeitung von Textilien. Überall entstanden Spinnereien und Fabriken. Und nur wenige Jahrzehnte später waren Pioniere wie Rieter, Georg Fischer, Sulzer, Bührer oder die BBC Weltkonzerne.

Dies alles geschah nicht zufällig. Christian Stiefel, Vorsitzender der Geschäftsleitung von SwissHoldings, sieht im Pioniergeist unserer Vorfahren einen der wichtigsten Gründe für den Aufstieg der Schweizer Wirtschaft und die Weiterentwicklung der Schweizer Gesellschaft:
 «Schon früh also gingen Schweizer Unternehmen in die Welt hinaus – und ausländische Konzerne siedelten sich zwischen Bodensee und Genfer See an. Von den Vorzügen einer international ausgerichteten und offenen Volkswirtschaft profitieren die Wirtschaft und die Bevölkerung gleichermassen. Die international tätigen Konzerne haben Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen und die Schweiz zu einem der reichsten und wettbewerbsfähigsten Länder gemacht.»

Heute steht die Schweiz in ihren Beziehungen zu Europa an einem Scheideweg. Um sich wirtschaftlich und kulturell nicht selbst zu beschränken, sollte die Schweiz - dessen ist sich Stiefel sicher - den guten Draht zu Europa aufrechterhalten und auf Kooperation setzen.

Seiner Meinung nach «braucht unsere international ausgerichtete Wirtschaft geregelte und verlässliche Beziehungen zum Ausland. Dies ganz besonders zu unserem wichtigsten Handelspartner der EU. Deshalb hat die Schweizer Wirtschaft gerade in Zeiten des starken Frankens und der dadurch geschwächten Wettbewerbsfähigkeit hiesiger Unternehmen ein grosses Interesse, die Bilateralen Verträge mit der EU zu wahren».