Die neuen Zahlen zu den im Ausland lebenden Schweizern liegen vor. Laut dem Bundesamt für Statistik lebte 2019 mehr als jeder zehnte Schweizer im Ausland, nahezu drei Viertel davon in Europa.

Die meisten Auslandschweizer leben in Europa

2019 waren insgesamt 770'900 Schweizerinnen und Schweizer bei einer diplomatischen Vertretung im Ausland angemeldet. Gegenüber 2018 entspricht dies einem Anstieg von 1.4 Prozent. Auch wenn man einen längeren Zeitraum betrachtet, lässt sich eine stetige Erhöhung dieser Zahlen beobachten. Eine grosse Mehrheit der Auslandschweizer (471'500) hat ihren Lebensmittelpunkt dabei in einem EU- oder EFTA-Staat.

Die Personenfreizügigkeit ist wichtig für die Schweizer

Das zeigt eindrücklich, wie wichtig die Freiheiten der Bilateralen I und insbesondere auch der Personenfreizügigkeit grundsätzlich für die Schweizer Bevölkerung sind. Zwar sind wir im Moment durch die andauernde Corona-Krise stark eingeschränkt und dazu angehalten, möglichst zu Hause zu bleiben. Im Normalfall geniessen wir aber viele Freiheiten. So können wir beispielsweise ohne bürokratische oder gesetzliche Hürden überall in einem EU-Land studieren, arbeiten und uns niederlassen. Diese Freiheiten sind für unser Land enorm wichtig und werden, wie man anhand der neuen Statistik erkennt, von vielen Schweizerinnen und Schweizern genutzt.

Kündigungsinitiative setzt Personenfreizügigkeit ein Ende

Voraussichtlich Ende September dieses Jahres wird die Kündigungsinitiative an die Urne kommen. Sie will genau diese Errungenschaften über den Haufen werfen, indem sie die Personenfreizügigkeit kippen will. Das hätte für uns alle weitreichende Folgen. Deshalb ist es wichtig, die Initiative im Herbst abzulehnen. Mehr dazu unter www.kuendigung-nein.ch