Die Bilateralen Verträge mit der EU garantieren die nötigen Rahmenbedingungen, damit unsere Wirtschaft wachsen und ihre Stärken optimal ausspielen kann. Die durch sie erzielten Erfolge lassen sich am Beispiel der Schweizer Pharmaindustrie verdeutlichen: Diese hat zwischen 1990 und 2012 ihre reale Wertschöpfung von 3,3 Mrd. Franken auf 20,4 Mrd. Franken gesteigert – was einem jährlichen Durchschnittswachstum von beinahe neun Prozent entspricht. Aktuell machen ihre Exporte rund ein Drittel des Exportvolumens der Schweiz aus und ihre Firmen bieten 40‘000 Menschen direkt und rund 130‘000 in Zulieferbetrieben indirekt eine Beschäftigung.

Felix Ehrat, Group General Counsel bei Novartis, ist von der Wirksamkeit der Verträge überzeugt, «weil sie die Rekrutierung von internationalen Talenten erleichtern, Handelshemmnisse abbauen und den Forschungsplatz Schweiz stärken». Denn Unternehmen wie Novartis sind auf ein gutes Verhältnis zu ihrem wichtigsten Absatzmarkt angewiesen, wollen sie auch in Zukunft stark nachgefragte Arbeitskräfte rekrutieren, Produkte ohne bürokratischen Mehraufwand in Europa verkaufen oder von länderübergreifenden Forschungsinitiativen wie «Horizon 2020» profitieren. Felix Ehrat sieht deshalb keine Alternative zu den Bilateralen – wie dies jüngst auch der Bundesrat in einem Bericht festgestellt hatte.