Die europapolitische Kampagne stark+vernetzt hat heute auf dem Helvetiaplatz in Zürich gemeinsam mit der SP Zürich und der Gesellschaft offene & moderne Schweiz (GomS) eine politische Strassenaktion mit monumentalem 3D-Bild durchgeführt. Die Aktion, die über die Wichtigkeit der Bilateralen Verträge informierte, hat Hunderte Passanten angezogen.

stark+vernetzt setzt sich seit 2015 für eine konstruktive Europapolitik ein, für den Erhalt der Bilateralen und für offene Beziehungen zwischen der Schweiz und ihren Nachbarn. Die Aktion zählt mittlerweile mehr als 6000 private Unterstützer und wird von über 60 Organisationen getragen, darunter economiesuisse, Swissuniversities, Städteverband, Swissmem, KV Schweiz und viele mehr.

Mit Streetart für die Bilateralen

Erst gestern, am 27. Oktober, lancierte die SVP Schweiz ihre neue Volksinitiative zur definitiven Kündigung der Personenfreizügigkeit und damit der Bilateralen I. Mit diesem Vorhaben beschneidet die SVP die Freiheit der Schweiz. Mit grossflächiger 3D-Streetart, Breakdance-Einlagen und vielen bunten Ballonen wurde den Zürcherinnen und Zürchern heute aufgezeigt, warum eine kooperative Haltung gegenüber Europa der erfolgreichere Weg ist als Isolationismus.

Für das Streetart-Painting konnte die Kampagne den renommierten Zürcher Künstler Redl (Patrick Wehrli) einspannen, der schon Wände und Plätze von Zürich über Paris, Berlin, Amsterdam bis New York und Quito bemalt hat. Wehrli arbeitete mit seinem Team rund neun Stunden am dreidimensionalen Bild auf dem Helvetiaplatz, das als optische Täuschung auf die Passanten wirkte. Der vorgetäuschte Abgrund verbildlichte die Isolation der Schweiz bei einer Kündigung der Bilateralen Verträge. Als farbenfrohe Alternative wurde daneben ein sieben Meter langer Teppich ausgerollt – ein Symbol für die vielfältige, kooperative Zusammenarbeit mit Europa über die Bilateralen Abkommen.  

Gemeinsam ein Zeichen setzen

Oliver Steimann, Kampagnenleiter bei stark+vernetzt, ist überzeugt, dass man die Menschen immer wieder an die Bedeutung der Beziehung Schweiz-Europa erinnern muss: «Die Schweiz braucht eine konstruktive Europapolitik, und die heutige Aktion hat diese Wichtigkeit erfolgreich vermittelt. Angesichts der andauernden Abschottungspolitik von Rechts ist es besonders wichtig, dass alle besonnenen Kräfte für diese Botschaft einstehen.»

Auch SP-Nationalrat Thomas Hardegger war vor Ort, um sich für eine konstruktive Europapolitik einzusetzen: «Die Schweiz ist ein Teil von Europa und die EU unsere wichtigste Handelspartnerin. Darum sind wir auf gute Beziehungen zueinander angewiesen. Das müssen wir der Bevölkerung wieder viel deutlicher aufzeigen – beispielsweise mit solchen Aktionen wie heute auf dem Helvetiaplatz.»