Unsere jungen Menschen sind offen, frei und neugierig auf die Welt da draussen. Kein Wunder also, dass sich das Erasmus-Programm der europäischen Staaten grosser Beliebtheit erfreut. Mit Erasmus+ wird auch heute noch die Möglichkeit verbunden, im Ausland zu lernen und gleichzeitig den Horizont zu erweitern. Dahinter stecken sieben verschiedene Programme für Schulen, Hochschulen, die Berufsbildung und die Erwachsenenbildung. Dank der europaweiten Zusammenarbeit reisen Kinder, Studierende und Erwachsene einfach und unbürokratisch an eine Schule, Hochschule oder an ein Institut in einem der Partnerländer, um einen Teil ihrer Aus- oder Weiterbildung dort zu absolvieren. Angekommen in der neuen Welt wird man sofort in die „Erasmus-Community“ aufgenommen. Niemand ist hier fremd. Lernen und weiterbilden in einem anderen Land ist mittlerweile so etabliert, dass es einfach dazu gehört. Jährlich profitieren rund 4 Millionen Menschen und rund 125`000 Institutionen vom etablierten Austauschprogramm. Dabei entstehen internationale Freundschaften, Liebesbeziehungen und   wie die Statistik zeigt   auch zahlreiche Babys. Der gegenseitige Austausch bereichert aber auch die Bildungslandschaft und fördert die gegenseitige Integration und den Wissensaustausch. Davon hat insbesondere auch die Schweiz profitiert.

Heute ist es für uns hier nicht mehr ganz so einfach mit dem Austausch. Weil die Schweiz nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative die Teilnahme nicht mehr verlängern konnte, werden wir heute als Drittland behandelt. Das heisst, dass wir unsere Studierenden und Kinder dank einer Zwischenlösung zwar trotzdem noch ins Ausland schicken können, der Preis dafür aber massiv gestiegen ist. Einerseits zahlt die Schweiz cash für jeden einzelnen Austausch, anderseits gilt es nun zahlreiche bürokratische Hürden zu überwinden, bis der Platz am Wunschort gesichert ist. Wichtig ist aber vor allem auch die Tatsache, dass wir nun nicht mehr wirklich zur „Erasmus-Community“ dazugehören. Auf die häufige Frage auf dem Campus „bist du Erasmus?“ können unsere Jugendlichen nun nicht mehr mit „Ja“ antworten. Das ist schade. Für diese jungen Menschen ist es deshalb wichtig, dass wir rasch eine Lösung finden um bei Erasmus+ wieder vollwertig mittun zu können. Denn diesen einzigartigen Austausch will ich mir für meine Kinder nicht nehmen lassen!

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