Tradition wird grossgeschrieben bei der Forster Rohner Gruppe. Mit Caroline Forster und ihrem Bruder Emanuel steht die vierte Generation in der Verantwortung für das St. Galler Textilunternehmen, zu dem die Inter-Spitzen AG und die Forster Rohner AG gehören. Professionelles Handwerk, Kreativität und die internationale Vernetzung haben die Textilstadt St. Gallen einst gross gemacht und sind auch heute noch Erfolgsfaktoren für Forsters. Die rund 750 Mitarbeitenden in der Schweiz, Rumänien und in China designen und produzieren Stickereien für Haute Couture, Prêt-à-porter, Lingerie und technische Textilien.

Um international bestehen zu können, muss das Unternehmen dem Puls der Zeit stets einen Schritt voraus sein. Eine hohe Spezialisierung und technische Innovationen sind Pflicht und nur dank gut ausgebildeten Mitarbeitenden möglich. Am Sitz in St. Gallen sind auch zehn Lernende beschäftigt, die Berufsbildung ist Caroline Forster wichtig. Trotzdem ist das Potenzial an Mitarbeitenden in der Schweiz klein. Ohne das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU würde es deshalb nicht gehen, sagt sie.

Ein grosser Teil der Produkte exportieren die Forsters nach Europa, wo auch viele ihrer Lieferanten ansässig sind. Eine offene und vernetzte Schweiz ist für Caroline Forster keine Romantik, sondern pure Notwendigkeit: „Unseren internationalen Erfolg können wir nur mit einer offenen und konstruktiven Haltung zu Europa weiterführen.“ Sollen Kreationen von Prada, Valentino, Luis Vuitton, Akris oder Triumph weiterhin mit Stickereien aus St. Gallen gefertigt werden, sei eine enge, konstruktive Beziehung zu Europa zwingend.