Ein Maximum an Energie aus Sonnenstrahlen gewinnen, platzsparend und so günstig wie möglich: Das ist das Ziel von «Sharc25», einem neuen EU-Forschungsprojekt. Auch die Schweiz ist mit an Bord, denn die Photovoltaik-Abteilung der EMPA in Dübendorf kann hier viel Expertise beisteuern. Ganz konkret geht es darum, die Energieausbeute von Dünnschicht-Solarzellen auf bis zu 25 Prozent zu steigern. Die Forscher – es beteiligen sich elf Partner aus acht europäischen Ländern – haben bis Ende 2018 Zeit, dieses hoch gesteckte Ziel zu erreichen und die europäische Solarbranche damit deutlich wettbewerbsfähiger zu machen.

Dass die Schweiz hier an vorderster Front mitwirken kann, ist den bilateralen Verträgen zu verdanken. Das Forschungsabkommen mit der EU sieht eine Beteiligung an den grossen europäischen Wissenschaftsprogrammen vor. Leider droht dieser erfolgreichen Geschichte ein unschönes Ende. Finden wir bis Ende 2016 keinen Weg, den Zwist um die Personenfreizügigkeit beizulegen, fällt die Schweiz aus dem europäischen Forschungsprogramm. Ohne diese internationale Vernetzung wird es sehr schwierig, technologisch den Anschluss nicht zu verpassen. Deshalb ist eine konstruktive Europapolitik für die Schweizer Wissenschaft so wichtig.

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http://www.empa.ch/plugin/template/empa/3/159143/---/l=1