Die Schweiz ist auch punkto Forschung stark vernetzt mit der Welt und Europa. Diese internationale Zusammenarbeit wurde 1999 mit dem bilateralen Forschungsabkommen mit der EU auf ein neues Niveau gehoben. Fortan konnte sich die Schweiz direkt an den grossen europäischen Forschungsrahmenprogrammen beteiligen. Und sie tat dies erfolgreicher als jedes andere Land – heute gilt sie als Innovationsweltmeisterin.

Laut Martin Vetterli, Forschungsratspräsident des Schweizerischen Nationalfonds, ist dieser Erfolg für unser Land enorm wichtig: «Forschung schafft Wissen, den Rohstoff für Wohlstand in der Schweiz. Internationalität, Vernetzung und Offenheit sind dabei Voraussetzungen für den Erfolg der Schweizer Forschung.»
                                                                                                                                                                                   
Leider ist dieser Erfolg heute stark gefährdet. Denn nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative konnte die Schweiz das Forschungsabkommen mit der EU nicht mehr erneuern. Die Beteiligung am milliardenschweren EU-Programm «Horizon 2020» endet für hiesige Forscherinnen und Forscher bereits 2016. Und falls nun auch noch strenge Zuwanderungshürden eingeführt werden, haben es unsere Universitäten und die ETH künftig sehr schwer, die weltweit besten Wissenschaftler anzuziehen. Denn auch für die Forschung gilt: Der Alleingang ist keine gute Lösung!