Gute Neuigkeiten zum Wochenstart: Nachdem die Schweiz die Grenzen zu ihren Nachbarn aufgrund der Corona-Krise im März schliessen musste, werden die Grenzen heute erstmals wieder vollständig geöffnet. Ab sofort wieder besucht werden können alle Schengen-Staaten. Die Barrieren an den Grenzübergängen zwischen der Schweiz und Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich gingen um Mitternacht hoch. Zudem gilt wieder die volle Personenfreizügigkeit mit allen EU/EFTA-Staaten.

Internationaler Austausch ab sofort wieder möglich

Ob für einen Ausflug ins Elsass, eine Velotour im Schwarzwald oder eine Passfahrt im Südtirol: Schweizerinnen und Schweizer profitieren ab sofort wieder von unkomplizierten Grenzübertritten und einem internationalen Austausch mit unseren europäischen Nachbarn. Dieser wichtige Schritt zurück in Richtung Normalität konnte dank der Schweizer Schengen-Mitgliedschaft im Handumdrehen umgesetzt werden. Und er kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Mit der Grenzöffnung erhalten wir pünktlich auf den Sommer hin die Freiheit zurück, uns in Europa wieder frei zu bewegen.

Abschottung nicht zielführend

Das Schengener-Abkommen hat sich für die Schweiz auch in der Corona-Krise bewährt. Trotz gegenteiliger Behauptungen konnte sie in kürzester Zeit völlig vertragskonform wieder systematische Personenkontrollen an ihren Aussengrenzen einführen und Grenzübertritte weitgehend zu unterbinden. Eine dauerhafte Abschottung und Einschränkung unserer Bewegungsfreiheit wünscht sich allerdings kaum jemand. Und doch geht die Kündigungsinitiative genau in diese Richtung. Sie beendet die Personenfreizügigkeit und gemäss Bundesrat wohl auch die Schengen-Mitgliedschaft der Schweiz. Was die Initianten gerne ausblenden: Wenn die Schweiz an ihren Grenzen hohe Hürden aufbaut, werden das die Nachbarn rundum auch gegenüber uns tun. Dieses Vorhaben verdient ein klares NEIN.