Der Kanton Solothurn hat nicht nur landschaftlich einiges zu bieten. Er ist auch für lokale und globale Unternehmen ein äusserst attraktiver Standort. Das zeigt unter anderem das jüngste Beispiel der Biotechfirma Biogen. Das internationale Unternehmen investiert in Luterbach 1,5 Milliarden Schweizer Franken in den Bau einer hochmodernen Produktionsanlage. Weshalb das so ist und wie die lokalen Rahmenbedingungen für kleine und grosse Firmen ausgestaltet sein müssen wurde am 21. August in Solothurn mit rund 150 Gästen aus Politik, Gewerbe und Industrie diskutiert.

Eines wurde am letzten Dienstagabend schnell klar: Gute und stabile Rahmenbedingungen sind absolut zentral – sowohl für kleine als auch für grosse Unternehmen. Sie entscheiden über den langfristigen Erfolg. Wichtige Faktoren sind gemäss Daniel Probst, Direktor der Solothurner Handelskammer, der Zugang zu den wichtigsten Exportmärkten, die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte sowie Planungssicherheit. Roger Graber von der Wirtschaftsförderung Solothurn stimmt Daniel Probst zu. Gemäss einer Umfrage bei der Life-Science-Branche seien 90 bis 95 Prozent der Firmen zufrieden sind mit dem Standort Solothurn. Sie sind bereit, hier weiter zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Aufgrund der starken Exportorientierung sind daher gute und stabile Beziehungen zum Ausland essenziell.

Auch Josef Maushart, CEO des familiengeführten Technologieunternehmens Fraisa SA, illustrierte die Bedeutung der internationalen Vernetzung an einem Beispiel: «Die Schweiz ist im internationalen Vergleich ein relativ teurer Produktionsstandort. Wollen wir im Ausland konkurrenzfähig sein und mit dem raschen technologischen Fortschritt mithalten können, müssen wir offen sein». Auch Markus Ziegler, Director Corporate Affairs Biogen International GmbH, zielte in dieselbe Richtung: «Biogen hat global nach einem Standort gesucht und ist aufgrund der günstigen Rahmenbedingungen auf Luterbach gestossen». Es ist für das Unternehmen absolut zentral, dass sowohl der Technologie- als auch der Wissenstransfer von den Standorten Dänemark und den USA nun nach Luterbach gemacht werden kann. Dafür braucht es Fachkräfte, die – zumindest vorübergehend – nach Solothurn kommen und hier mithelfen, den neuen Standort aufzubauen. «Die bilateralen Verträge mit der EU sowie Drittstaatenkontingente sind deshalb nicht wegzudenken». Mit der der neuen Produktionsanlage sollen ab 2019 eine Million Patientinnen und Pateienten mit Medikamenten versorgt werden. Rund 600 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.

Weitere Informationen sowie die Bilder zum Anlass – der von stark+vernetzt in Zusammenarbeit mit der Solothurner Handelskammer, dem Gewerbeverband Solothurn sowie mit Interpharma organisiert wurde – finden Sie hier: https://www.sohk.ch/de/medienmitteilung-die-solothurner-wirtschaft-rollt-_content---9--745--514.html.