Das Statistikabkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) als Teil der Bilateralen II ist vielleicht nicht ganz so bekannt wie beispielsweise deren grossen Aushängeschilder Schengen/Dublin oder das Freihandelsabkommen über Landwirtschaftsprodukte. Es ist aber mindestens genauso wichtig. Denn das Abkommen, welches 2007 in Kraft trat, legte den Grundstein für eine einheitliche Datenerhebung in der Schweiz und in der EU. Dank ihm können bestimmte Bereiche, in denen die Schweiz und die EU zusammenarbeiten, besser miteinander verglichen werden. Dazu zählen beispielsweise gesammelte Daten zu Preisen, zur Volkswirtschaft, zum Verkehr, zum Aussenhandel oder auch ganz allgemein zur Wettbewerbsfähigkeit.

Ein Abkommen, diverse Vorteile

Die Statistikzusammenarbeit dient jedoch nicht nur dem internationalen Vergleich, sondern bringt der Schweiz auch weitere positive Nutzen. So erhält sie Zugriff auf thematisch breite, europaweite Datenbanken. Dies steigert die Qualität der Vergleiche und der Entscheidungsbasis für Politik und Wirtschaft. Zudem werden die europakompatiblen Statistiken in EU-Publikationen veröffentlicht. Damit schlägt die Schweiz gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche: Sie gewinnt an internationaler Sichtbarkeit und steigert gleichzeitig ihre Bekanntheit als attraktiver Wirtschafts- und Lebensstandort.

Statistikzusammenarbeit auch in Zukunft wichtig

Diese Vorteile hat auch der Gemischte Statistikausschuss Schweiz–EU erkannt. Er hat am 2. Dezember 2019 die Revision von Anhang A des bilateralen Statistikabkommens verabschiedet. Mit dieser Revision kann die gute Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der Europäischen Union im Bereich der Statistik weitergeführt werden. stark+vernetzt freut sich über dieses positive Signal. Dieses zeigt, wie wichtig die Bilateralen II für die Schweiz sind und welchen Beitrag sie zum Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit leisten.

Weiterführende Informationen unter: 

https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-77341.html