Bis 2014 war ich sehr gegen die EU und habe damals noch Ja gesagt zur Masseneinwanderungsinitative. Erst mein Auslandsaufenthalt auf Malta  hat mir gezeigt, welches Privileg es ist, den Aufenthaltsort selber wählen zu können und wie ein Land wie Malta profitieren kann. Auf Malta können Deutsche, Schweizer, Österreicher zusammen leben, die vielleicht nach einem neuen Lifestyle suchen, aber ebnso der Spanier, Osteuropäer  oder Afrikaner, die sich auch wirtschaftliche Fortschritte wünschen.

Letzes Jahr konnte ich selber diese Erfahrung machen. Leben im Ausland ist nicht nur bloss Arbeit: Es ist unheimlich bereichernd, ein Land länger kennen zu lernen als nur zwei Wochen in den Ferien - ich würde dies sofort wieder machen. Man lernt neue Menschen kennen und lernt von ihnen.

Die Bilateralen sind nicht nur für die grossen Unternehmen, nicht für den Bundesrat, nicht für den EU-Komissar in Brüssel - von den Bilateralen profitieren wir alle. Darum hoffe ich schon heute auf ein Nein zur Kündigung der Bilateralen, da dies unseren wirtschaftlichen Erfolg in Frage stellen und das Privileg des freien Arbeitsmarkts einschränken würde. Isolation in einer globalen Welt ist weltfremd und Mauern sind noch immer eingestürzt. Darum hoffe ich schon heute auf ein Nein zur Kündigung der Bilateralen und ein liberales Verhältnis zu allen anderen in Europa, welche seit jeher unsere Freunde und Partner sind.