Derzeit gehen in der estländischen Hauptstadt Tallinn die Preisverleihungen für den 29. europäischen Wettbewerb für Nachwuchsforscher (EUCYS) über die Bühne. Mittendrin: Der Zürcher Maturand Adam Ohnesorge. Und der 20-Jährige ist nicht nur dabei, er holt sich mit dem "Honory Award" sogar die angesehenste Auszeichnung des Wettbewerbs. So weit gebracht hat ihn seine 2016 verfasste Maturaarbeit über zivile Kriegsgefangene auf Korsika im ersten Weltkrieg.

Der Preis ist mit 7000 Euro dotiert und berechtigt zur Teilnahme am weltweiten Youth Science Forum 2018 in London. Ohnesorge ist aber nicht der einzige Schweizer Jugendliche, der in Talinn gross auftrumpfte. Auch Nina Kathe aus dem Kanton Aargau kommt mit einem Preis nach Hause. Für ihre Arbeit über antibiotikaresistente Bakterien erhält sie einen Eiroforum-Preis und darf nun für eine Woche nach Heidelberg ans europäische Forum für Molekularbiologie.

Die in Tallinn vergebenen Auszeichnungen zeigen einmal mehr, dass der Schweizer Forschungsnachwuchs auf europäischer Bühne nicht nur willkommen ist, sondern auch viel beizutragen hat. Dank dem Wiedereinstieg der Schweiz im EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon2020 gilt dies seit dem Frühjahr 2017 auch wieder für "die Grossen". Es wäre jammerschade, dem Schweizer Forschungsnachwuchs solche Erfolge künftig zu verunmöglichen, indem man die Bilateralen aufs Spiel setzt.

Offzielle Informationen zu EUCYS 2017 in Tallinn: https://eucys2017.eu/