Kaum sind die eidgenössischen Wahlen vorbei, geht die öffentliche Diskussion in die nächste Runde. Was nun interessiert: Was soll das neu zusammengesetzte Parlament leisten respektive wo besteht der grösste Handlungsbedarf? Um das herauszufinden, hat das Schweizer Beratungsunternehmen Deloitte von Ende August bis Ende September über 100 Finanzchefs (CFOs) von mittleren und grossen Schweizer Unternehmen gefragt, welche Themen das neu gewählte Parlament am dringendsten anpacken soll.

Starker Wunsch nach geregelten Beziehungen mit der EU

Aus den Umfrageergebnissen stechen zwei Themen klar hervor: National- und Ständerat sollen einerseits dafür sorgen, dass das Verhältnis zur Europäischen Union (EU) nachhaltig gestaltet wird. Dafür sprechen sich 57 Prozent der befragten CFOs aus – v.a. auch deshalb, weil die EU nach wie vor die wichtigste Handelspartnerin der Schweiz ist. Und andererseits soll sichergestellt werden, dass hier ansässige Firmen ihren Marktzugang erhalten und weiter ausbauen können. Denn zurzeit ist dieser vertraglich nicht ausreichend gesichert.

Weitere Schritte notwendig

Für uns von stark+vernetzt zeigen diese Resultate einmal mehr, wie wichtig der Einsatz für eine offene und vernetzte Schweiz ist. Ein nächster Schritt ist deshalb die Ablehnung der Kündigungsinitiative. Denn diese will die Personenfreizügigkeit beenden und ist deshalb ein Frontalangriff auf die Bilateralen I und das Verhältnis Schweiz-EU – gerade auf jene Werte also, welchen gemäss Umfrage eine hohe Priorität beigemessen wird. Diese Volksabstimmung findet voraussichtlich im Mai 2020 statt.