Der Schweizer Kreativsektor in der zweiten Reihe

Linda - Team s+v
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24 June 2022 Lesezeit: 2 Minuten
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In der Schweiz sind knapp 300'000 Erwerbstätige hauptberuflich im Kultursektor tätig. Im stark+vernetzt Podcast zeigt Nicole Pfister Fetz, Vorstandsmitglied von Suisseculture, anschaulich, welchen Beitrag Kultur tagtäglich für die Gesellschaft leistet. Für die Kulturschaffenden wiederum ist der kreative Austausch mit Europa zentral. Die Teilnahme an grenzüberschreitenden Kultur-Programmen wie Creative Europe – um das wichtigste aller zu nennen – bleibt Schweizer Kulturschaffenden aber verwehrt. Was das für die Kultur in der Schweiz bedeutet und welcher Übergangslösungen man sich heute bedient, erzählt Nicole im Podcast.

Der Europäische Literaturpreis kann nicht an Schweizer AutorInnen vergeben werden. Frauen aus der Schweizer Kunst- und Kulturszene können keine «women in the spotlight» sein. Mit Herausforderungen wie diesen haben die Kulturschaffenden in der Schweiz seit Jahren zu kämpfen. Dadurch, dass die Schweiz explizit aus europäischen Kulturprogrammen ausgeschlossen wird, wird sie in die zweite Reihe und damit in die Rolle einer stillen Beobachterin gedrängt.

Seit dem Abbruch der Verhandlungen um das Rahmenabkommen laufen die Bemühungen von Schweizer Kulturschaffenden, wieder Teil der europäischen Kreativszene zu werden, ins Leere. Zurzeit ist die Schweiz nur lose in einige Organisationen eingebunden, ohne aber wirklich Teil des Ganzen zu sein. Diese sehr improvisierte Teilhabe am europaweiten kulturellen Austausch frustriert die Betroffenen zutiefst und ist einem multikulturellen Land wie der Schweiz unwürdig.

Im stark+vernetzt Podcast stellt sich Nicole Pfister Fetz kritischen Fragen, bringt zahlreiche Beispiele für Chancen, die der Schweiz durch die Lappen gehen und spricht sich für eine bessere politische Zusammenarbeit aus. Jetzt reinhören und auf dem Laufenden bleiben!