Europäische Forschungs-zusammenarbeit am INSAIT in Sofia, Bulgarien

Linda - Team s+v
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13 April 2022 Lesezeit: 2 Minuten
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BR Parmelin INSAIT Eröffnung
Anfang dieser Woche öffnete das Institute for Computer Science, Artificial Intelligence and Technology (INSAIT) in Sofia, Bulgarien. Dies auch dank der Unterstützung von zwei Schweizer Hochschulen. Um der Eröffnungszeremonie beiwohnen zu können, reisten Bundesrat Parmelin und Staatssekretärin Ineichen-Fleisch nach Sofia. Dieses Beispiel zeigt einmal mehr: Ein möglichst rascher Wiederanschluss an das europäische Forschungsprogramm Horizon Europe ist essentiell. Nur so können unsere Forschungsinstitutionen auch in Zukunft an der Weltspitze mitmischen.

Das erstklassige Forschungsinstitut INSAIT ist ein Produkt der Zusammenarbeit der Universität Sofia und den Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich (ETH) und Lausanne (EPFL). Beide Hochschulen geniessen ein weltweites Renommee in den Bereichen künstliche Intelligenz und Computerwissenschaften. Mit dieser Zusammenarbeit etabliert sich die Schweiz als aktive Partnerin in der europäischen Forschungszusammenarbeit und leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Spitzenforschung in ganz Europa.

Die Schweiz und Bulgarien verbindet eine langjährige Geschichte der wissenschaftlichen Kooperation. Der zweite Schweizer Beitrag an ausgewählte EU-Staaten geht unter anderem an Bulgarien. Mit diesem Beitrag stärkt und vertieft die Schweiz die bilateralen Beziehungen zu ihren Partnerländern und trägt zur Bewältigung aktueller Herausforderungen in Europa bei. Vergangene Sondierungsgespräche haben zudem gezeigt, dass Bulgarien Interesse an einer engeren Zusammenarbeit mit der Schweiz hat – neben den Bereichen Forschung und Innovation auch im Berufsbildungsbereich.

Verhandlungen über die Schweizer Teilnahme an Horizon Europe müssen rasch wieder aufgenommen werden

Die Gründung des INSAITs in Sofia steht für eine erfolgreiche schweizerisch-bulgarische Zusammenarbeit. Das wiederum unterstreicht die Bedeutung der länderübergreifenden Forschungszusammenarbeit in Europa, zu der die Schweiz auch als Nicht-EU-Mitglied einen wichtigen Beitrag leistet. Momentan wird die Schweiz beim europäischen Forschungsprogramm weiterhin als Drittstatt behandelt. Dieser Status ist völlig ungenügend. Der Bundesrat muss alles tun, die Verhandlungen zur Teilnahme der Schweiz an Horizon Europe so rasch als möglich wieder aufzunehmen.