Week of Action fĂĽr eine barrierefreie Forschungs-zusammenarbeit in Europa

Linda - Team s+v
Linda - Team s+v
4 April 2022 Lesezeit: 2 Minuten
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Stick to Science - Week of Action
Anfang dieses Jahres wurde die «Stick to Science» Kampagne ins Leben gerufen. Getragen von Nobelpreis-TrägerInnen, Forschungsinstitutionen, Universitäten und über 100 weiteren Institutionen aus ganz Europa, fordert die Kampagne eine barrierefreie Zusammenarbeit der Wissenschaft und Forschung in Europa. Anlass für den Zusammenschluss gab die Nicht-Assoziierung der Schweiz und des Vereinigten Königreichs beim Forschungsrahmenprogramm «Horizon Europe». Auch stark+vernetzt setzt sich als Supporterin für dieses Anliegen ein.

«Horizon Europe» und die Schweiz

Da die Schweiz kein EU-Mitglied ist, musste sie für die Teilnahme am weltweit grössten Forschungsprogramm eine Assoziierung beantragen. Für das Programm 2014 – 2020 wurde sie nach anfänglichen Schwierigkeiten, die der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative geschuldet waren, vollständig assoziiert. Das gab Forschenden aus der Schweiz die Möglichkeit, europäische Projekte zu leiten, sich daran zu beteiligen und sich für finanzielle Fördermittel zu bewerben.

Forschungsplatz Schweiz verliert an Attraktivität

Der Status der Schweiz im aktuellen Forschungsprogramm 2021 - 2027 ist nach den gescheiterten Verhandlungen um das Rahmenabkommen der eines nicht-assoziierten Drittstaats. Konkret bedeutet das, dass Schweizer WissenschaftlerInnen zwar weiterhin an europäischen Forschungskollaborationen teilnehmen dürfen, sie werden allerdings nicht mehr finanziell von der EU unterstützt. Noch folgenschwerer ist die Tatsache, dass Teilnehmende aus der Schweiz solche Projekte nicht länger leiten dürfen. Hier geht der Schweiz die Chance auf wissenschaftliche Anerkennung und Reichweite verloren. Das ist besonders bedauernswert, wenn man sich die Erfolge im Rahmen des letzten EU-Forschungsrahmenprogramms vor Augen führt: Die Schweiz rangierte unter den zehn bestplatzierten europäischen Ländern betreffend erhaltene Fördermittel, Anzahl koordinierte Projekte und Erfolgsquote.

Stick to Science und stark+vernetzt

Die Schweiz wie auch das Vereinigte Königreich – beides nicht-assoziierte Drittstaaten – beheimaten einige der weltweit besten Universitäten. Renommierte ForscherInnen findet man in grosser Zahl in beiden Ländern. Durch den Ausschluss aus dem Programm gehen entscheidendes Know-How und Erfahrung wie auch die Früchte des länderübergreifenden Austauschs verloren. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die EU mit dem Ausschluss politischen Druck auf die beiden Länder ausübt. Die wissenschaftliche Elite in Form von Einzelpersonen wie auch Organisationen hat sich deswegen zusammengetan und fordert: Die politische Blockade der internationalen Forschungszusammenarbeit muss aufhören. stark+vernetzt unterstützt diesen Appell.

«Week of Action»: Engagiere auch Du Dich!

Am 4. April 2022 startet die «Week of Action» und auch Du kannst dich daran beteiligen. Die Kampagne lebt von den Unterschriften, die gesammelt werden. Je mehr Personen mit ihrer Unterschrift ihre Unterstützung für das Anliegen signalisieren, desto mehr Gewicht wird der Forderung verliehen. Informiere dich jetzt über Möglichkeiten der Teilnahme.