Goldene Mitte für die Schweiz: der bilaterale Weg – mit Markus Bänziger

Linda - Team s+v
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26 August 2022 Lesezeit: 2 Minuten
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Markus Bänziger im stark+vernetzt Podcast
Wie sollen die Beziehungen der Schweiz zu Europa in Zukunft aussehen? Mit dieser Frage beschäftigen sich zurzeit viele – unter anderem die Industrie- und Handelskammer (IHK) St. Gallen - Appenzell. Für Direktor Markus Bänziger ist klar: Der bilaterale Weg ist massgeschneidert für die Schweiz. Die goldene Mitte zwischen losen Handelsbeziehungen und EU-Mitgliedschaft ermöglicht es uns als Exportnation, die prosperierenden Beziehungen zum wichtigsten Handelspartner aufrecht zu erhalten.

Gleicher Markt, gleiche Spielregeln: Wer seine Produkte auf einem fremden Markt verkaufen oder Produkte aus diesem Markt beziehen will, muss sich an die dort geltenden Gesetze halten. Das galt bereits im Mittelalter und ist heute nicht anders. Die Schweiz hat ein grosses Interesse daran, am europäischen Binnenmarkt teilzunehmen – besonders die Ostschweiz als Grenzregion. Eine offene Volkswirtschaft, reger Aussenhandel und Innovationskraft sind wichtige Erfolgsfaktoren der Schweiz. Sie haben unserem kleinen Land im Herzen von Europa zu Wohlstand verholfen.

Heute wird um eine innenpolitische Lösung der Europa-Frage gerungen. Markus Bänziger, der Direktor der IHK St. Gallen - Appenzell hat dazu eine klare Meinung: «Ideologische Kämpfe helfen uns nicht». Jetzt sei Pragmatismus und Kompromissbereitschaft gefragt. Einen reinen Freihandelsansatz erachtet er als ungenügend. Die Rechts- und Handelsbeziehungen seien untrennbar miteinander verknüpft. Gemeinsamer Handel bedeute immer auch eine gewisse Angleichung des Rechts.

Im stark+vernetzt-Podcast zeigt Bänziger auf, welche möglichen Wege die Schweiz mit der EU gehen kann. Er begründet die Wahl des bilateralen Wegs als favorisierte Option mit Lehren aus der Geschichte, strategischen Überlegungen und dem aktuellen weltpolitischen Geschehen.

Die EcoOst-Publikation Wie weiter in der Europapolitik? Handlungsbedarf und Alternativen gibt einen Überblick über die europapolitischen Optionen der Schweiz und leitet die gemeinsame Position der IHK St.Gallen-Appenzell und Thurgau her. Das Vademecum soll den Mitgliedern und einer interessierten Öffentlichkeit als Nachschlagewerk in diesem komplexen Dossier dienen und sie zu einer detaillierten Befassung mit der europapolitischen Zukunft der Schweiz einladen.